Das Schulwesen in Frankreich

Eduscol, die offizielle Website des französischen Bildungsministeriums für das Lehrpersonal

Eduscol, die offizielle Website des französischen Bildungsministeriums, richtet sich an Fachleute für das Unterrichtswesen, in erster Linie an das Lehrpersonal. Diese Website soll das Zielpublikum informieren, amtliche Texte vorstellen und Ressourcen für die Umsetzung in den Bildungseinrichtungen anbieten. In acht großen Rubriken vermittelt Eduscol einen

Mehr auf Französisch über die Bildungseinrichtung und das SchullebenUberblick über das französische Schulsystem und dessen wichtigste Merkmale und Themen. Unten finden Sie eine Zusammenfassung dieser Rubriken auf Deutsch:

Mehr auf Deutsch über das französische Schulwesen.

Das gemeinsame Fundament der Basiskenntnisse und Kompetenzen

Während der Schulzeit in der Vorschule, der Grundschule und in der Sekundarstufe I soll der Schüler die Möglichkeit erhalten, ein gemeinsames Fundament an Basiskenntnissen und – kompetenzen zu erwerben. Die Definition dieses gemeinsamen Fundaments stützt sich auf die Empfehlung des Europaparlaments und des Rates der Europäischen Union im Bereich der „Kernkompetenzen für Bildung und lebenslanges Lernen“.

Es stellt eine wichtige Verfügung des Gesetzes über berufliche Orientierung und das Programm für die Zukunft der Schule vom 23. April 2005 dar und legt eine Reihe von Kenntnissen und Kompetenzen fest, über die die Schüler am Ende der Pflichtschulzeit verfügen müssen, um ihre Ausbildung fortsetzen, eine berufliche Zukunft aufbauen und erfolgreich am Leben der Gesellschaft teilnehmen zu können.

Die Primarstufe

Zu den Besonderheiten des französischen Systems gehört die Vorschule, die Kinder vor der mit dem sechsten Lebensjahr beginnenden Schulpflicht aufnimmt. Zu den wichtigen Zielen der Vorschule zählt es, den Kindern zu ermöglichen, ihr volles Potenzial zu entwickeln, zu verstehen, was Schule bedeutet und erste erfolgreiche Schulerfahrungen zu sammeln. Spracherwerb und Bereicherung der Sprache, die Entdeckung von Schrift und Zahlen und das Erlernen des „Miteinanderlebens“ stehen dabei im Fordergrund.

In der Elementarstufe liegt das Hauptgewicht auf dem Französisch- und Mathematikunterricht. Abgesehen von diesen grundlegenden Fächern werden Fremdsprachen, Geschichte und Geographie, Sachkunde, Wissenschaft und Technik, Kunst und Kunstgeschichte und Sport unterrichtet.

IT- und Kommunikationstechniken werden in verschiedenen Schulaktivitäten eingesetzt und ihre Aneignung führt zur ersten Ebene der EDV- und Internetprüfung.

Die Sekundarstufe I

Nach der Grundschule werden alle Schüler ab 11 Jahren ohne Eingangsprüfung in die Bildungseinrichtung der Sekundarstufe I (Collège) aufgenommen. Wichtigstes Ziel ist es, allen zu ermöglichen, das gemeinsame Fundament an Basiskenntnissen und –kompetenzen zu erwerben und alle Schüler auf den weiteren Schulgang in der Sekundarstufe II vorzubereiten.

Mehr auf Französisch über das gemeinsame Fundament der Basiskenntnisse une Kompetenzen, die Primarstufe und die Sekundarstufe I

Die Sekundarstufe II

In dieser Stufe haben die Schüler die Wahl zwischen zwei Bildungswegen :

  • dem allgemeinbildenden und technologischen Zweig, bei dem die Schüler gemeinsam in einer Orientierungsphase die „Seconde“ [1. Klasse der Sekundarstufe II] absolvieren und sich anschließend für die Abschlussphase oder die technologische Ausrichtung entscheiden,
  • dem berufsbildenden Zweig, bei dem die Schüler nach einer Orientierungsphase, der „Seconde“, einen Berufsabschluss vorbereiten, der vom CAP bis zum BTS gehen kann.

Mehr auf Französisch über die Sekundarstufe II

Individuelle Gestaltung der Schullaufbahn

Die Schule ist zur Chancengleichheit verpflichtet. Über landesweite Lehrpläne und Prüfungsordnungen muss sie für den Erfolg aller Schüler sorgen.

Zu diesem Zweck verfügt sie über differenzierte, an den Lernschwierigkeiten ausgerichtete Angebote und über die Weiterbildung für Erwachsene.

Mehr auf Französisch über die  individuelle Gestaltung der Schullaufbahn

Ausbildung des Lehrpersonals

Die Ausbildung des Lehrpersonals trägt zur Qualität des öffentlichen Unterrichtsangebots und zum Erfolg aller Schüler bei. Sie gehört zum Herzstück der Reform des Unterrichtswesens, baut auf die landesweiten Prioritäten auf, trägt jedes Jahr zur Ausrichtung der Aktivitäten der Schulaufsichtsbezirke bei und entspricht gleichzeitig den eigenen Bedürfnissen.

Die Ausbildung soll jeder Lehrkraft ermöglichen :

  • ihren Beruf unter optimalen Bedingungen auszuüben,
  • die berufsbezogenen Kenntnisse und Kompetenzen zu entwickeln, die in den Praktika der Studenten im Laufe des Masterstudiums erworben wurden,
  • sich dank lebenslangen Lernens ständig den Gegebenheiten anzupassen und weiterzubilden.

Mehr auf Französisch über die Ausbildung des Lehrpersonals

Bildungseinrichtung und Schulleben

In einer schulischen Einrichtung wird Unterricht erteilt, gleichzeitig ist sie jedoch auch eine Stätte gemeinsamen Lebens.

Der Aufbau des Schullebens und die spezifischen vorhandenen Mittel – ganz gleich, ob es sich um eine individuelle Begleitung, um gesundheitsbezogene und soziale Tätigkeiten, eine Öffnung in Richtung Kunst und Kultur, sportliche Aktivitäten handelt – ist von der Erziehungspolitik der jeweiligen Einrichtung abhängig.

Dabei wird der Entwicklung der Persönlichkeit des Schülers und dem Erlernen des gemeinsamen Lebens besondere Bedeutung eingeräumt, um das Verantwortungsbewusstsein zu fördern, die Bereitschaft, sich für ein Projekt einzusetzen zu schulen und das persönliche kulturelle Leben zu entfalten.

Bevorzugt werden aktive Herangehensweisen, bei denen externe Partner häufig das Lehrpersonal unterstützen.

Die erzieherische Dimension einer schulischen Einrichtung ist Bestandteil der Ausbildung: Die Schule ist ein Ort, an dem eine gemeinsame Vision der Werte unserer Gesellschaft vermittelt wird.

Mehr auf Französisch über die Bildungseinrichtung und das Schulleben

Innovation und Experimente

Innerhalb des französischen Bildungsministeriums tragen mehrere Institutionen zur Entwicklung von Innovationen und der Erprobung im Dienste des schulischen Erfolges der Schüler bei :

  • das Netzwerk der 30 Berater der Schulaufsichtsbehörden (CARDIE),
  • die Abteilung Forschung-Entwicklung, Innovation und Erprobung (DRDIE) der DGESCO.

Ihre Aufgaben :

  • Valorisierung der Initiativen der Teams in den Einrichtungen und Schulen,
  • gemeinsamer Einsatz und gewinnbringende Nutzung des Wissens,
  • Förderung der Verbindung zur Forschung.

Mehr auf Französisch über Innovation und Experimente

Unterricht mit digitalen Hilfsmitteln

Um für jeden Schüler zum Erfolg zu führen, erfordert der Unterricht mit digitalen Hilfsmitteln eine andere als die bisherige Organisation und eine Verbesserung des Schulsystems.

Seit über zehn Jahren stützt das französische Bildungsministerium sich – gemeinsam mit den Gebietskörperschaften – auf die Einführung von Pilotaktionen, damit Schüler und Lehrer von dem Mehrwert des Einsatzes der Informations- und Kommunikationstechnik im Schulbereich profitieren können.

Die pädagogischen Teams können sich auf das landesweite Netzwerk der Ansprechpartner in den Schulaufsichtsbezirken für den Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnik im Unterricht stützen, denen Experten bei der Einführung der digitalen Technik in den Unterricht zur Seite stehen.

Auf nationaler Ebene erfolgen die diesbezüglichen Arbeiten im Rahmen des "Büros für digitale Anwendungen und pädagogische Mittel" (Bureau des usages numériques et des ressources pédagogiques) und der Abteilung "Infrastruktur und Dienstleistungen" der „Generaldirektion für den Schulunterricht“ (Direction générale de l’enseignement scolaire – DGESCO). Diese Arbeiten werden gemeinsam mit dem Netzwerk der Berater für den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik in den Schulaufsichtsbehörden und der landesweiten Fachaufsicht durchgeführt.

Mehr auf Französisch über den Unterricht mit digitalen Hilfsmitteln

Europa und die Welt

Alle Erziehungssysteme gliedern sich in einen sich ständig weiter entwickelnden europäischen und internationalen Rahmen ein.

Ziel ist, Weltbürger auszubilden, die Fortführung der Studien in anderen Ländern zu erleichtern und die Arbeitssuche auf einem erweiterten Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

Ein grundlegender Baustein der Unterrichtsinhalte ist, Kenntnisse über die und ein Verständnis der Vielfalt der Kulturen und Gesellschaften zu vermitteln.

Dieser internationale Ansatz wird konkret durch verschiedene Austausch- und Mobilitätsangebote unterstützt.

Mehr auf Französisch über Europa und die Welt

Mis à jour le 30 mai 2013
Partager cet article
fermer suivant précédent