Das Schulwesen in Frankreich

Die allgemeine Grundkenntnisse, Kompetenzen und Werte [allemand]

Diese Grundkenntnisse beinhalten alles, was jeder Schüler am Ende seiner verpflichtenden Schulbildung wissen und beherrschen muss. Sie vereinen die Gesamtheit der notwendigen Kenntnisse, Kompetenzen, Werte und Einstellungen, die für seinen erfolgreichen Schulbesuch, sein Leben als Individuum sowie als zukünftiger Bürger wichtig sind.

Das Bezugssystem der Lehrpläne

Diese Grundkenntnisse ist das Bezugssystem für die Erstellung der Lehrpläne für die Grundschule und die Mittelschule (Sekundarstufe I). Es enthält alle Werte, Kenntnisse, Ausdrucksweisen und Fertigkeiten, mit deren Beherrschung jeder den Schulgang erfolgreich absolvieren, seine Ausbildung fortsetzen, seine persönliche und berufliche Zukunft aufbauen und somit zu einer erfolgreichen Teilnahme am Leben der Gesellschaft beitragen kann. Das gemeinsame Fundament legt fest, was jeder Schüler am Ende der schulpflichtigen Zeit beherrschen muss. Für die modernen Sprachen werden die Lehrpläne auf der Grundlage des „Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen" (GERS) erstellt.

Die Grundkenntnisse

Diese Grundkenntnisse beinhalten alles, was jeder Schüler am Ende seiner verpflichtenden Schulbildung wissen und beherrschen muss. Sie vereinen die Gesamtheit der notwendigen Kenntnisse, Kompetenzen, Werte und Einstellungen, die für seinen erfolgreichen Schulbesuch, sein Leben als Individuum sowie als zukünftiger Bürger wichtig sind.

Sie sind in fünf Schulungsbereiche aufgeteilt:

  • Sprachen für das Denken und die Kommunikation (Erlernen der französischen Sprache, von Fremdsprachen und ggf. von Regionalsprachen, von Wissenschafts-, Programmier- und Mediensprachen sowie von Kunst- und Körpersprachen);
  • Lernmethoden und -werkzeuge (explizite Vermittlung von Methoden zum Informationszugang und zur Dokumentation, digitale Werkzeuge, individuelles und kollektives Projektmanagement sowie die Organisation des Lernstoffs);
  • Schulung der Person und des Bürgers (Erlernen des Lebens in der Gesellschaft, gemeinschaftlicher Handlungen und der Bürgerschaft durch eine ethische und staatsbürgerliche Ausbildung, die persönliche Entscheidungen und individuelle Verantwortlichkeiten respektiert);
  • Natürliche und technische Systeme (wissenschaftliche und technische Herangehensweise an die Erde und das Universum; dies soll die Neugier, den Beobachtungssinn und die Problemlösungsfähigkeit weiterentwickeln);
  • Weltanschauungen und menschliches Handeln (vom Verständnis der Gesellschaften in Raum und Zeit bis zur Interpretation ihrer kulturellen Werke und Kenntnis des zeitgenössischen sozialen Lebens).

Bewertungen während der Schulpflicht

Die Bewertungsmodalitäten befürworten eine konstruktive, einfache und lesbare Benotung, die Fortschritte positiv betrachtet, motiviert und zur Eigeninitiative der Schüler ermutigt.

Das alleinige Schulzeugnis (Livret scolaire unique - LSU)

Das alleinige Schulzeugnis, das in elektronischer Form existiert, ermöglicht die Überwachung der schulischen Ergebnisse eines Schülers von der 1. Klasse (CP) bis zur 9. Klasse (Troisième) - von 6 bis 15 Jahren. Dies gilt auch beim Wechsel der Bildungseinrichtung. Die sukzessive Beherrschung der allgemeinen Grundkenntnisse wird also während der gesamten Schulzeit eines Schülers überprüft. Die Bewertung berücksichtigt die Erwartungen sowie die Bildungsziele der Lehrpläne: während eines Zyklus mithilfe detaillierter regelmäßiger Zwischenzeugnisse und am Ende eines jeden Zyklus. Am Ende des Zyklus 4 bestätigt der Realschulabschluss (DNB) die Beherrschung der allgemeinen Grundkenntnisse.

Der Realschulabschluss (Diplôme national du brevet - DNB)

Am Ende des Zyklus 4 legen die Schüler den Realschulabschluss (DNB) ab, der bewertet, inwieweit der Schüler die allgemeinen Grundkenntnisse, Kompetenzen und Werte beherrschen. Er berücksichtigt die laufenden Leistungskontrollen sowie die Ergebnisse aus drei Prüfungen:

  • Eine mündliche Prüfung zu einem Projekt, das im Rahmen eines EPI oder eines der Lehrpfade durchgeführt wurde;
  • Eine schriftliche Prüfung, die den Lernstoff in Französisch, Geschichte, Geografie und Ethik (EMC) behandelt;
  • Eine schriftliche Prüfung, die den Lernstoff in Mathematik, Physik-Chemie, Naturwissenschaften und Technik behandelt.

Der erfolgreiche Realschulabschluss bestätigt die Beherrschung der allgemeinen Grundkenntnisse.

Schülern, die Schwierigkeiten beim Erwerb der Basisqualifikationen haben, wird ein individuell zugeschnittenes Förderprogramm, das Programme personnalisé de réussite éducative (PPRE) angeboten. Bei Bedarf kann ein Schüler dieses Angebot während der gesamten Mittelschule (Sekundarstufe I) wahrnehmen.

Letztes Update: 06 Oktober 2017
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